Sprachspiele & Co
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Wir laden Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersstufen ein, kurze Ton-Szenen mit Worten und Klängen im Ausmaß von 2 bis 5 Minuten zu verfassen. Als Anregung sollen die Wörter Mundwerk, Sprechblase, Plaudertasche und sprachlos dienen.
Ob Rap, vom Dadaismus beeinflusstes Lautgedicht oder im bloßen Spiel mit dem klanglichen Potenzial von Sprache… – Fantasie und Kreativität in der Textgestaltung sollen keine Grenzen gesetzt sein! Die Beiträge müssen in live-Präsentationen umsetzbar sein!
Anmeldung: bis 30. Oktober 2010
Einsendung von Audio-CDs und einer kurzen Beschreibung des künstlerischen Beitrags durch das Team (maximal 200 Wörter) bis 15. Januar 2011
an:
Dr. Michaela Schwarzbauer
Universität Mozarteum Salzburg
Abteilung für Musikpädagogik
Mirabellplatz 1
A-5020 Salzburg
Kennwort: Biennale
Teilnahmeberechtigt sind Schülergruppen und Schulklassen aller Schulstufen der Sekundarstufen 1 und 2.
Die besten Beiträge werden am 24. März voraussichtlich im Theater in der Druckerei (Universität Mozarteum Salzburg, Bergstraße) präsentiert.
BEWERTET WERDEN
- Originalität der Sprachgestaltung
- Aufbau der Szene
- Zusammenwirken von Text und klanglicher Realisierung
- der gezielte Einsatz von Sprachrhythmus, Dynamik, Agogik, … als Ausdrucksmittel
- die Beschreibung des künstlerischen Beitrags durch das Team
Eine Einführung der Schülerinnen und Schüler in den Gestaltungsprozess kann im Ausmaß von maximal 2 Unterrichtsstunden durch Studierende am Mozarteum angeboten werden (Meldung bis 30. Oktober 2011).
Hinweise für Lehrende
Sprache vermag Personen, Sachverhalte und Gegenstände zu beschreiben, kann aber auch emotionale Aspekte zum Ausdruck bringen, oder aber als primär akustisches Medium z.B. im Dienst von Lautmalerei eingesetzt werden. Dem bewussten Umgang mit Sprache kommt letztlich eine wesentliche Funktion in der Entwicklung von Persönlichkeit zu. Überlegungen wie: Wie wirke ich in meinem verbalen (aber auch nonverbalen) Sprachverhalten auf meine Umgebung? können einen wichtigen Beitrag in der Entwicklung eines Selbstkonzepts leisten.
Die Aufforderung, das musikalische Potenzial der Sprache zu nutzen, lädt zu spannenden Erkundungen persönlicher Ausdrucksfähigkeit ein. Die folgenden Überlegungen zu Modifikationen verstehen sich als Gedankenimpulse ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Lautstärke
Vom Flüstern bis zum Schreien eröffnet sich eine weite Palette an Differenzierungsmöglichkeiten.
Artikulation
Eine im Staccato präsentierte Botschaft wird eine andere Wirkung auf mein Gegenüber entfalten als ein Legato-Vortrag.
Tonhöhe der Sprechstimme
Wird eine tiefe Stimmgebung ein höheres Maß an Überzeugungskraft entwickeln…?
chorisch – solistisch
Was bewirkt im Rezipienten das Hervortreten von Solostimmen aus einem vielleicht anonym wirkenden Chorklang?
Repetition von Sätzen, Wörtern, Silben
Das Spiel mit Sätzen, Wörtern, Silben – Ausdruck der Freude an Nonsens, oder aber Träger von Bedeutung, die sich einem vorerst rätselnden Publikum allmählich erschließt?
Lautmalerische Effekte und der Einbezug mehrerer Sprachen
vermögen die Fantasie der Gestaltenden und des Publikums anzuregen.
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