Focus klavier
Sonntag, 10. März 2013,
11:00 Uhr,
Universität Mozarteum, Solitär
FOCUS KLAVIER

Fredrik Ullén

 

György Kurtág Aus: Games (Játékok)

György Ligeti Études pour piano

Iannis Xenakis Evryali

 
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Evryali ist das zweite von drei Solowerken, die Iannis Xenakis für das Klavier komponiert hat: Es entstand 1973 und gilt gemeinhin als unspielbar, weil etwa weit auseinanderliegendeTöne gleichzeitig angeschlagen werden müssen. Die Grundidee des Stückes besteht darin, dass scheinbar bekannte pianistische Modelle einem systematischen Veränderungsprozess unterworfen werden und schließlich in eine neuartige Musiksprache münden.

Auch Ligetis Etüden stellen in ihrer polyrhythmischen Komplexität enorme Anforderungen an den Spieler. Anfang der 1980er Jahre stieß Ligeti auf die hochkomplexe Musik, die der Amerikaner Conlon Nancarrow für mechanische Klaviere, sogenannte player pianos, komponiert hatte. Auch Aufnahmen von Musik aus Zentralafrika haben ihn nach eigenem Bekunden angeregt herauszufinden, »auf welche Weise man lebende Interpreten zur Hervorbringung solcher musikalischer Verwicklungen bringen und vor allem, ob man einem Solisten eine so komplexe Polyrhythmik anvertrauen könnte«. Auch bei der Sammlung Games seines Landsmannes György Kurtág handelt es sich gewissermaßen um Etüden – eine Art Klavierschule mit lustigen, frappierenden und oft ein bisschen verrückten Miniaturen, die ganz ohne ideologischen Zeigefinger in die avantgardistischen Möglichkeiten des Klavierspiels einführen.

Mitwirkende Künstler / Ensembles